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Das Umfeld, in das ich geboren wurde, war sehr gewöhnlich und konventionell. Ein Umfeld, in dem alle fast ausschließlich in der materiellen Welt lebten und große Anstrengungen unternommen wurden, die Oberfläche zu polieren. Niemand schien sich dafür zu interessieren, was unter der Oberfläche war. Jeder erzählte mir: "Du musst so und so sein! Hör bitte auf, unser Leben und unseren Frieden zu stören. Du darfst nicht alles hinterfragen, akzeptiere!"

"Alles klar. Aber um zu akzeptieren, muss ich doch erstmal hinterfragen. Ich muss prüfen, ob es wirklich so ist, wie es scheint. Versteht ihr nicht?"
Ich rebellierte gegen alles, akzeptierte nichts und niemandes Autorität ohne zu hinterfragen. Es war so offensichtlich, dass der Weg der Menschen um mich herum nicht der einzig richtige sein konnte. Ich sah so viel Leid. Sobald die Oberfläche einen Riss bekam, wurde es deutlich sichtbar. Und die polierte Oberfläche war sehr verletzlich; sie brach oft, was bedeutete, dass Menschen die Fassung verloren und mich für ihr Leid verantwortlich glaubten.

Tatsächlich ist das der "normale" Zustand der Welt, in der wir leben. Eine Welt, in der die Dimension der Tiefe weitgehend verloren gegangen ist. Eine zerstörerische Welt, in der der Großteil der Menschen ausschließlich an der Oberfläche lebt. Da finden wir fast immer jemanden, den wir für unser Leid verantwortlich machen können; jemanden, der unsere Erwartungen und Wünsche nicht erfüllt; jemanden, der uns nicht gibt, was wir brauchen. Und dann bekämpfen und bekriegen wir uns.
Die Menschen sind nicht grausam. Ihr Verhalten ist es oft. Wir wissen nicht, was wir tun, solange wir nur aus der Konvention heraus handeln, nicht aus eigener Einsicht. Statt Klarheit herrschen Unsicherheit und Angst.
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Irgendwas Besonderes?

Bin ich speziell? Habe ich etwas, was andere nicht haben? Nein. Warum also unterrichte ich die Kunst zu leben?

Der einzige Unterschied zu den meisten ist, dass es mir durch die Umstände in meinem Leben relativ leicht gefallen ist, aus dem traumartigen Zustand der Illusion aufzuwachen (wenn man es so nennen möchte).
Das war nicht mein Verdienst, sondern es passierte einfach - ich habe mich nicht einmal dazu entschieden.
Ich will nicht leiden

Auch ich sah zu der Zeit noch nicht sehr klar. Ich wusste nur: "Ich will nicht leiden." Aber mein Leid wurde größer und größer, ich immer zerrissener: Auf der einen Seite taten mir die anderen leid. Ich wollte nicht, dass sie litten. Auf der anderen Seite begann ich zu hassen. Eine riesige Sehnsucht nach Freiheit wuchs in mir heran. Weil ich nichts Besseres wusste, fing ich an zu trinken. Immer mehr. Wenigstens wenn ich total betrunken war, fühlte ich mich leicht und frei.
Gleichzeitig nahm noch eine andere Sehnsucht in mir enormes Ausmaß an. Ein Drang, der ebenfalls immenses Leid verursachte: der Drang, wer zu sein; etwas darzustellen in dieser Welt.

Jahrelang lebte ich mit diesem immer stärker werdenden Gefühl, nie ganz da zu sein, wo ich eigentlich sein wollte; nie ganz der zu sein, der ich eigentlich sein wollte. Bis der Punkt erreicht war, an dem es mich zu zerstören drohte. Ich glaubte, fast nur noch aus Hass und Unzufriedenheit zu bestehen, die nur unterbrochen wurden von kurzen Phasen der Ablenkung, in denen ich von außen bekam, wovon ich mir Befriedigung und Erlösung erhoffte. Trinken, Rauchen, Feiern, Sex, Essen, Kaufen usw.

Eines Tages - im Urlaub in einem kleinen italienischen Dorf am Lago Maggiore - explodierte es in mir. Es war spät in der Nacht, ich hatte viel getrunken und lange mit einer Freundin über meine Situation gesprochen und ihre, die ganz ähnlich war. Alle waren schon schlafen gegangen, ich saß immer noch draußen und trank weiter. Ich konnte nicht schlafen, in mir war nur noch Hass. Verzweifelt lief ich durch die Straßen des Dorfes, schlug mit den Fäusten in die Luft und wusste nicht, wohin mit all der Wut. Dann begann ich aufzuwachen.
Der Anfang eines neuen Lebens

Es war der Beginn des Erwachens. Danach traten sehr bald Veränderungen in meinem Leben auf. Vier Monate später beendete ich meine damalige Arbeit als Radio-Sprecher. In den letzten Jahren habe ich viel Zeit in Meditationszentren verbracht, habe verschiedenen spirituellen Lehrern zugehört und Schritt für Schritt verstanden, was passiert war.

Ohne mir dessen bewusst zu sein, habe ich in der Situation intuitiv etwas Entscheidendes anders gemacht, als wir es gewohnt sind. Statt aus der Ich-Perspektive ausschließlich nach einer Lösung des Problems zu schauen (was wir von klein auf lernen), habe ich objektiv das Problem selber betrachtet. Das "Ich" mit all seinen Konditionierungen ist in diesem Moment zur Seite getreten, weil es ohnehin keine Lösung mehr sah. Als es Platz machte und aufhörte, sich - wie üblich - in den Mittelpunkt zu stellen, hat es sich selbst als Illusion entlarvt. Ich konnte die Situation sehen, wie sie wirklich war - ohne den Standpunkt des Ichs.
Die falsche Identität ist gestorben

So kann man es nennen. Die Identifikation mit quälenden Gedanken - mit dem Verstand - hat aufgehört. Wenn ich nicht mehr ein Gefühl von Selbst - ein Gefühl dafür, wer ich bin - von Äußerem und von Gedanken meines Verstandes ableite, erkenne ich meine wahre, tiefere Identität.
In meinem Fall war das Leiden so groß, dass es das falsche Ich-Gefühl quasi zerrieben hat. Ich erkannte, was ich im Kern, in der Essenz meines Wesens bin. Worte kommen hier an ihre Grenzen. Ich bin. Jenseits von Ich bin dies oder Ich bin das. Ich bin. Jenseits von Form. Mit Worten ist es nicht auszudrücken. Es ist nur erfahrbar. Das pure Sein. In Einheit - mit mir, mit dem Leben, mit dem, was ist.

Schon der Satz "Ich habe meine wahre Identität erkannt" ergibt genau genommen keinen Sinn, weil es im Zustand der Einheit keine getrennte Identität gibt von dem, der erkennt. Es gibt keinen Erkenner. In der Einheit gibt es nur noch das Eine. Der Erkenner ist das Erkannte.

Im Zustand der Einheit ist die Illusion der Getrenntheit nicht mehr vorhanden. "Die Hölle, das sind die anderen", schrieb Sartre einmal...



Der Himmel, das ist das Ende der Illusion.
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OK, es wird dich töten. So kannst du nicht mehr lange weiterleben. Aber davor schau es dir einmal ganz genau an. INNEN! Was ist da los?

Sie lassen dich nicht sein, wer du bist. Sie lassen dich nicht sein, wer du sein willst. Aber warum hat das soviel Macht über dich? Du lebst Hunderte von Kilometern entfernt von deiner Familie. Wie können sie Einfluss darauf haben, was du bist? WAS BIST DU? WER BIST DU?

Und langsam fing es an zu dämmern:

Dieses Problem existiert gar nicht wirklich. Es existiert nur in deinen Gedanken. Während du jetzt einfach nur hier stehst im Mondschein, in diesem Dorf in den Bergen, den kühlen Wind der Sommernacht spürst und hinunter auf den ruhenden See blickst, gibt es kein Problem.
Ohne es zu wissen, hatte ich die Kraft des Seins entdeckt. In dem Moment erkannte ich nicht den Wert dessen, was da geschah. Ich erkannte nicht einmal wirklich, dass etwas geschah. Aber ich fühlte einen tiefen Frieden in mir, konnte ins Bett gehen und schlafen. Am nächsten Tag wunderte ich mich nur ein bisschen, dass da immer noch dieser Frieden war - das Gegenteil vom Zustand des Abends zuvor. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Kummer und Leid für immer geheilt waren.
star blite blite Die Kunst zu leben - Wer sie beherrscht, führt ein glückliches, friedvolles und erfülltes Leben
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Benedikt Kaiser Vogel 2 punkt